Archiv für die Kategorie ‘Das Diplom’
Dossier zu Studentenverbindungen
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich völlig vergessen habe, mein Webdossier zum Thema “Studentenverbindungen in Hessen” zu verlinken. Hier ist es jedenfalls nachträglich
http://www.fr-online.de/verbindungen/
Die meisten Texte und Bilder sind von mir. Allerdings hat die Frankfurter Rundschau noch einige aktuelle Artikel zu Thema hinzugefügt.
Muscheln im Schnee
Gerade wurde aus dem ersten Schneeregen der erste Schnee vor Weihnachten. Das ist insofern etwas Besonderes, weil der andere Autor und ich ihn zum ersten Mal gemeinsam erleben durften. Sehr romantisch, während der Autofahrt zum Berufsinformationstag der RSB.
Nun erkläre ich Kindern und potentiellen Journalisten, warum mein Beruf so toll ist und warum sie sich unbedingt an der Hochschule Darmstadt einschreiben sollten.
Doch wie erkläre ich einem Unwissenden, was einen Journalisten eigentlich ausmacht?
Eine Muschel sollte als Anschauungsmaterial herhalten. Sie ist von außen unscheinbar, gar hässlich. Die innere Fläche gleicht jedoch einer Perle – so weiß und glatt ist sie. Die Erklärung: Journalisten müssen das Unscheinbare unter die Lupe nehmen und daran das Besondere entdecken.
Man, bin ich genial!
15 Stunden und 31 Minuten vor der Diplomabgabe:
Jetzt ist es fast geschafft: Meine Diplomarbeit liegt gedruckt und gebunden an einem sicheren Ort und wartet darauf morgen von mir abgegeben zu werden.
Aber wie so oft, gibt es auch jetzt mal wieder einige – sagen wir – Komplikationen. Fangen wir mit der Silberhochzeit meiner Eltern an (wo das Übel seinen Lauf nahm). Im Grunde ist eine Silberhochzeit nichts Schlimmes. Man sieht seine verschollen geglaubten Verwandten wieder, tauscht Kindheitserinnerungen aus und betrinkt sich. Letzteres hatte fatale Folgen, wie sich am nächsten Morgen herausstellte. Denn erst als ich ohne die Wirkung des Alkohols aufwachte, bemerkte ich einen penetranten Schmerz in meinem rechten Knie. Ich denke nur: “Ups, das kommt wohl vom kleinen Ausrutscher beim Limbo tanzen.” Und hier verkompliziert sich die Sache: Nun sitze ich in A…en fest und kann nicht Auto fahren.
Das Ende vom Lied: Mein Cousin bringt mich morgen nach Dieburg, damit ich meine Diplomarbeit überhaupt abgeben kann.
Die armen Verbindungen…?!
Wenn man bei Studentenverbindungen anruft und um einen Pressetermin bittet, ist die erste Reaktion oft so: “Sry aber wir haben mit Journalisten schlechte Erfahrungen gemacht.” Deshalb frage ich mich jetzt ernsthaft: haben wir euch wirklich so missverstanden, ihr armen, armen Verbindungen?
Mein Verstand antwortet: Nein. Denn wenn ihr nichts zu verbergen habt, warum lasst ihr mich dann nicht in eure heiligen Hallen!
Die Angst vorm Schreiben
Es gibt nichts Schlimmeres als vor einem leeren Word-Dokument zu sitzen und nicht zu wissen, was du jetzt schreiben sollst. Die Notizen liegen vor mir, alles ist bereit. Wenn da nicht dieser Staub wäre.
Das Regal hat einen weißen Schimmer und Krümel kleben unter den nackten Füßen fest. Okay, es macht mich wahnsinnig. Ich stehe energisch auf und fange an meine Wohnung zu putzen. Eine Stunde ist vergangen (nicht wundern: meine Wohnung ist sehr, sehr klein). Jetzt kann’s ja endlich losgehen. Hoch motiviert setze ich mich erneut an den Schreibtisch und sehe es schon wieder vor mir: die leere Word-Seite.
Wie soll ich bloß? Was soll ich bloß? Worum geht’s noch mal in dem Artikel? Ich habs vergessen. Ein Blackout der feinsten Art. Der Verdrängungsprozess ist in vollem Gange. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Ist aber höchst wahrscheinlich im Buch “Unter Druck” zu finden. Geschrieben von einer meiner Professorinnen (Prof. Dr. Friederike Herrmann).
Lese es am besten erstmal ne Weile – so zur Inspiration (versteht sich).