Berhördengang à la Asterix
Ich wollte es ja nie glauben. Aber der Behördengang, den ich gerade erledigen wollte, hat sich zu einer Szene entwickelt, die mir aus “Asterix und Oberlix bei den Römern” unglaublich bekannt vor kam. Nur dass es dieses Mal ich war, die eine der zwölf Prüfungen bestehen musste.
Eigentlich wollte ich lediglich versprochene Bilder von einem Freizeitevent, dass die Stadt geplant hatte, vorbeibringen. Leider war die Person, der ich eben diese versprochen hatte, nicht im Haus. Der Pfötner schickte mich also zu einer Dame, die die Datei im Namen ihres Kollegen entgegen nehmen sollte. Leider konnte diese wiederrum nichts mit meinem USB-Stick anfangen und ging mit mir in die nächste Etage, um eine Kollegin um Hilfe zu bitten. Da sie nicht auffindbar war, wurde die stark geschminkte Dame suchen. Und das machte sie auch. Sie rannte zunächst von einer zur anderen Tür, um Kollegen zu fragen, ob diese wüssten, wo sie die besagte Person befindet. Doch niemand konnte helfen und so nahm die kleine, geschminkte Frau ein Telefon in die Hand und telefonierte einen nach dem anderen ab, um die selbe Frage zu stellen.
Meine Erleichterung beim Satz “Ach, da ist sie ja.” kann man wahrscheinlich erahnen. Mit der Hoffnung, dass ich fünf Minuten später wieder in der Redaktion sitzen werde, gingen wir in das Büro, wo die “Zuständige” meinen USB-Stick vergewaltigte. Sie schob es in verschiedene Ports, schüttelte dann den Kopf und probierte einen anderen Eingang aus – ohne die Hardware zu entfernen…
Ich wurde immer ungeduldiger. Nach zwei Neustarts und einer erfolgreichen Datenübertragung erhielt ich meinen USB-Stick zurück. Und zwar mit den Worten: “Ich habe meinen Computer vorsichtshalber mal vom Netz getrennt.” Nach dem Motto: Wer weiß, welche Viren sich auf Ihrer Hardware verstecken. *schluck*
Später fand ich heraus, dass eine Datei-Einlesung nur auf ihrem Rechner erlaubt ist, weil ansonsten das gesamte Netz des Verbundes verseucht werden könnte (es wären also auch andere Städte betroffen). Von dem Vorschlag, einfach auf jedem Rechner einen Virusscanner zu installieren, wollte die Dame allerdings dann auch nichts wissen. Fortschrittlich!
Eine halbe Stunde später saß ich übrigens wieder in der Redaktion. Obwohl das Rathaus nur zwei Minuten von dort entfernt ist.
Klugscheißerkommentar: Es heißt “Asterix erobert Rom”.
Alara
April 29, 2010 um 8:26 am
Tja, hättest du mal den Passierschein A 38 eingepackt…
Kysira
Mai 7, 2010 um 10:38 pm
Klugscheißer-Edit: es heißt Behörde und nicht Berhörde
Kysira
Mai 19, 2010 um 6:18 pm