Die Angst vorm Schreiben
Es gibt nichts Schlimmeres als vor einem leeren Word-Dokument zu sitzen und nicht zu wissen, was du jetzt schreiben sollst. Die Notizen liegen vor mir, alles ist bereit. Wenn da nicht dieser Staub wäre.
Das Regal hat einen weißen Schimmer und Krümel kleben unter den nackten Füßen fest. Okay, es macht mich wahnsinnig. Ich stehe energisch auf und fange an meine Wohnung zu putzen. Eine Stunde ist vergangen (nicht wundern: meine Wohnung ist sehr, sehr klein). Jetzt kann’s ja endlich losgehen. Hoch motiviert setze ich mich erneut an den Schreibtisch und sehe es schon wieder vor mir: die leere Word-Seite.
Wie soll ich bloß? Was soll ich bloß? Worum geht’s noch mal in dem Artikel? Ich habs vergessen. Ein Blackout der feinsten Art. Der Verdrängungsprozess ist in vollem Gange. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Ist aber höchst wahrscheinlich im Buch „Unter Druck“ zu finden. Geschrieben von einer meiner Professorinnen (Prof. Dr. Friederike Herrmann).
Lese es am besten erstmal ne Weile – so zur Inspiration (versteht sich).
Ein meiner Meinung nach sehr guter Tipp von einem großartigen Journalisten und Schriftsteller: Auf das leere Blatt schreiben „Mein Name ist XYZ und ich schreibe hier eine großartige Diplomarbeit“ (oder was auch immer es mal werden soll). Somit ist das Blatt nicht mehr leer, man hat sich selbst motiviert und mir persönlich geht dann das Schreiben viel leichter von der Hand.
Alles Gute!
Kathiza
Kathiza
März 30, 2009 um 4:36
Gute Idee, Kathiza. Werds gleich ausprobieren… morgen
kasias
März 30, 2009 um 8:41
Gut, ich bin gespannt ob es hilft
Hört sich auf den ersten Blick nach esoterischem Unfug an (was ja normalerweise gar nicht mein Ding ist), aber mir hilft es tatsächlich.
Kathiza
März 30, 2009 um 9:22