Die Diplomatin.

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Arbeitslos trotz Arbeit?

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Meine Woche sieht zur Zeit folgender Maßen aus: Hin und wieder rufen Redakteure bei mir Zuhause an (halt, ich wohne ja wieder bei Mami)… also sie rufen bei meinen Eltern an, die so freundlich waren mich nach meinem abgeschlossenen Studium bei sich aufzunehmen, damit ich mir in Ruhe einen Job suchen kann.

Die Redakteure rufen also an und schicken mich bis Buxtehude und wieder zurück. Ich schreibe anschließend das Erlebte auf und bekomme ein bisschen Geld dafür (wirklich nicht viel). Es reicht gerade dazu aus, dass ich mein Auto und ein paar Extras leisten kann: Die neuen Stiefel, die eigentlich rutschfest sein sollten, es aber nicht wirklich sind (das war nämlich der Grund dafür überhaupt erst in den Laden zu gehen); dann die Schoko-Bodylotion, mit der ich am Wochenende meinen Freund überraschen werde (was er erst am WE erfahren wird, da er diesen Text nicht liest). Meine Mama findet jedenfalls, dass ich super rieche (der genaue Wortlaut war „das erinnert mich irgendwie an Omas Röllchen*“).

*mit Omas Röllchen sind nicht etwa ihre Fettpölsterchen gemeint, vielmehr meinte sie ein Gebäck

Wie lange werde ich noch bei meiner völlig nervigen Familie wohnen müssen? Das ist vielleicht ein Abstieg: Vier Jahre wohnst du in deinen eigenen vier Wänden, bist stolz wie Oskar, weil du den Dauerauftrag für deine Stromrechnung selbstständig fertig gestellt hast… bis es dich doch wieder in das kleine, katholische Dörfchen im Sauerland verschlägt. Hier ist alles so klein, eng und beschränkt. Nicht die Menschen, aber die Möglichkeiten. Hätte ich vlt lieber in Darmstadt bleiben sollen. Wo Frankfurt und die Rundschau so nahe sind? Nein, dort habe ich keine Chancen – zumindest nicht ohne ein Volo.

Diese Gedanken spuken jeden Tag durch meinen Kopf. Das Problem ist aber auch, dass ich einfach zu viel Zeit habe, darüber nachzudenken. Fühle mich Arbeitslos und denke, dass ich bald verblöden werde. Mein Weg, um dem entgegen zu wirken: Ich lerne Keyboard spielen, singe im Chor, lese englische Bücher und lerne nebenbei Französisch (genau genommen habe ich mir letzteres nur vorgenommen). Trotzdem: Ich muss mich bewerben. Gleich morgen werde ich wieder eine schreiben! Gleich nach dem Putzen und der Gartenarbeit. Gott, ich bin so spießig!

Geschrieben von kasias

Oktober 22, 2009 um 11:56

Blog wacht aus Diplomschlaf auf

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Okay, ich gebe zu: Es hat gedauert bis ich mich wieder um Die Diplomatin gekümmert habe. Aber jetzt gehts wieder rund, ich versprechs.

Geschrieben von kasias

September 20, 2009 um 8:38

Veröffentlicht in Journalismus

Europawahl 2009

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Hier ist ein Link für alle die nicht wissen, wen sie am Sonntag wählen sollen.

Nimmt einem die Entscheidung zwar nicht, ist aber gut wenn man Standpunkte vergleichen will.

Geschrieben von kasias

Juni 4, 2009 um 2:40

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15 Stunden und 31 Minuten vor der Diplomabgabe:

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Jetzt ist es fast geschafft: Meine Diplomarbeit liegt gedruckt und gebunden an einem sicheren Ort und wartet darauf morgen von mir abgegeben zu werden.

Aber wie so oft, gibt es auch jetzt mal wieder einige – sagen wir – Komplikationen. Fangen wir mit der Silberhochzeit meiner Eltern an (wo das Übel seinen Lauf nahm). Im Grunde ist eine Silberhochzeit nichts Schlimmes. Man sieht seine verschollen geglaubten Verwandten wieder, tauscht Kindheitserinnerungen aus und betrinkt sich. Letzteres hatte fatale Folgen, wie sich am nächsten Morgen herausstellte. Denn erst als ich ohne die Wirkung des Alkohols aufwachte, bemerkte ich einen penetranten Schmerz in meinem rechten Knie. Ich denke nur: „Ups, das kommt wohl vom kleinen Ausrutscher beim Limbo tanzen.“ Und hier verkompliziert sich die Sache: Nun sitze ich in A…en fest und kann nicht Auto fahren.

Das Ende vom Lied: Mein Cousin bringt mich morgen nach Dieburg, damit ich meine Diplomarbeit überhaupt abgeben kann.

Geschrieben von kasias

Juni 2, 2009 um 8:35

Veröffentlicht in Das Diplom, Das Dorf

Griechisch für Noobs

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Endlich habe ich es geschafft mich zu überwinden eine neue Sprache zu lernen. Alles was ich über Griechenland und die Griechen weiß, beschränkt sich vermutlich auf ihr Essen und Google-Maps, sowie Wikipedia. Gerade fing ich an mich mit den ersten Hindernissen der Sprache auseinanderzusetzen, da rief sie mich an.

Nach ein paar Sätzen passierte es dann: „Sag mal, du weißt schon, dass die griechischen Frauen Damenbärte haben?“ Bang. Das wars. Meine bis dahin noch voller Begeisterung und Neugierde gefüllte Phantasie, wurde blitzartig von Rasiergeräuschen und Oberlippenbärten heimgesucht.

Jaja. So schnell kanns gehen. Aber selbst wenn, wie schlimm kann es schon sein? Es gibt da nur eine Lösung: So lange googeln bis eine attraktive Griechin gefunden wurde und dann zufrieden mit dem weitermachen womit ich vor Kurzem aufgehört habe.

Geschrieben von kasias

April 17, 2009 um 11:59

Veröffentlicht in Der Campus, Die Uni

Die armen Verbindungen…?!

mit 3 Kommentaren

Wenn man bei Studentenverbindungen anruft und um einen Pressetermin bittet, ist die erste Reaktion oft so: „Sry aber wir haben mit Journalisten schlechte Erfahrungen gemacht.“ Deshalb frage ich mich jetzt ernsthaft: haben wir euch wirklich so missverstanden, ihr armen, armen Verbindungen?

Mein Verstand antwortet: Nein. Denn wenn ihr nichts zu verbergen habt, warum lasst ihr mich dann nicht in eure heiligen Hallen!

Geschrieben von kasias

April 4, 2009 um 4:47

Wo wir gerade beim Thema Angst wären…

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Vor ein paar Tagen hat die Mama meines Nachhilfeschülers Nachwuchs gekriegt. Das ist erstmal ne schöne Sache. Wenn sie allerdings mir, die noch nie ein Baby auf dem Arm hatte, das Ding Baby in die Hand drückt, sieht das plötzlich ganz anders aus. Denn ich gestehe, ich habe Angst. Nicht nur das kleine niedliche Ding kaputt zu machen, sondern auch weil es nicht sprechen kann. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich ziemlich gut mit Kindern kann – solange sie mit mir reden.

Ein Baby kann sich meiner Meinung nach schlechter ausdrücken als ein Welpe… und das ist wirklich gruselig.

Geschrieben von kasias

März 31, 2009 um 10:21

Veröffentlicht in Schicksale, Semesterferien

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Die Angst vorm Schreiben

mit 3 Kommentaren

Es gibt nichts Schlimmeres als vor einem leeren Word-Dokument zu sitzen und nicht zu wissen, was du jetzt schreiben sollst. Die Notizen liegen vor mir, alles ist bereit. Wenn da nicht dieser Staub wäre.

Das Regal hat einen weißen Schimmer und Krümel kleben unter den nackten Füßen fest. Okay, es macht mich wahnsinnig. Ich stehe energisch auf und fange an meine Wohnung zu putzen. Eine Stunde ist vergangen (nicht wundern: meine Wohnung ist sehr, sehr klein). Jetzt kann’s ja endlich losgehen. Hoch motiviert setze ich mich erneut an den Schreibtisch und sehe es schon wieder vor mir: die leere Word-Seite.

Wie soll ich bloß? Was soll ich bloß? Worum geht’s noch mal in dem Artikel? Ich habs vergessen. Ein Blackout der feinsten Art. Der Verdrängungsprozess ist in vollem Gange. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Ist aber höchst wahrscheinlich im Buch „Unter Druck“ zu finden. Geschrieben von einer meiner Professorinnen (Prof. Dr. Friederike Herrmann).

Lese es am besten erstmal ne Weile – so zur Inspiration (versteht sich).

Geschrieben von kasias

März 30, 2009 um 4:13

Veröffentlicht in Das Diplom, Journalismus

Zu Beginn eines aus Grey’s Anatomy

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So McDreamy was doing the McNasty with a McHottie. That McBastard.

(George zu Meredith im Aufzug)

Geschrieben von kasias

März 30, 2009 um 1:03

Veröffentlicht in Zitate

Erpresse dein Kind!

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Der Schock steht mir wahrscheinlich noch in den Augen. Gerade habe ich erfahren, dass der kleine Bruder meines Freundes erbarmungslos von seinen Eltern erpresst wurde. Grund: er wollte sich Geld für ein Motorrad leihen.

Die Bedingung, die seine Ma alias meine Schwiegermutter ihm stellte, war keine geringere als die, dass er sich für den Schützenverein im Dorf anmelden sollte. Besonders krass, weil „der Kurze“ nämlich nichts davon hält wenn Heranwachsende bis Männer in den „besten“ Jahren; bis Männer, die ihre besten Jahre längst hinter sich haben, in Uniformen zum Radetzki-Marsch durchs Dorf marschieren. Langer Satz, kurzer Sinn: da er in den Verein eingetreten ist, haben seine Eltern ihm das Geld geliehen.

Besonders ärgerlich an der Sache: „der Kurze“ hatte am zweiten Tag nachdem er das Ding zugelassen hatte, einen Unfall. Das Motorrad ist total schrott.

Geschrieben von kasias

März 29, 2009 um 10:03